Das Landratsamt informiert (24. März 2020)

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten im Landkreis Heilbronn ist am Wochenende von 135 auf 187 gestiegen. Insgesamt sieben Personen sind inzwischen wieder gesund gemeldet worden. Am Freitag wurde außerdem der dritte Todesfall bekannt. Es handelt sich um eine über 90 Jahre alte Frau. In begründeten Verdachtsfällen werden auch weiterhin Tests durchgeführt. Da die Laborkapazitäten und das Testmaterial knapp werden, ist es wichtig, dass ein Arzt oder eine Ärztin die Einschätzung trifft, ob ein Abstrich tatsächlich notwendig und sinnvoll ist. Testen lassen kann sich deshalb nur, wer eine Überweisung vom Arzt erhalten hat. Personen, die sich auf das Coronavirus haben testen lassen, bleiben in jedem Fall in häuslicher Absonderung bis das Ergebnis vorliegt. Es kommt leider immer wieder vor, dass Menschen sich testen lassen, anschließend aber nicht zuhause erreichbar sind, um das Ergebnis mitzuteilen. Sie tragen so möglicherweise zu einer weiteren Ausbreitung des Virus bei. In diesem Zusammenhang wird nochmals auf die seit Samstag geltende Allgemeinverfügung zur häuslichen Absonderung verwiesen. Den Infizierten und Kontaktpersonen ist es untersagt, die Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes zu verlassen. Dies gilt natürlich nicht, wenn ein Verlassen der Wohnung zum Schutz von Leben oder Gesundheit zwingend erforderlich ist (z. B. Hausbrand, medizinischer Notfall). Wer sich nicht an die Auflagen der Allgemeinverfügung hält, kann mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden. Koordinationsstelle Frühe Familienhilfen auch weiterhin erreichbar Die Koordinationsstelle Frühe Familienhilfen im Landratsamt Heilbronn bietet auch weiterhin Hilfe und Unterstützung in Belastungssituationen an. Allerdings findet die Beratung in der aktuellen Situation vorwiegend telefonisch statt. Die Beratungsstelle unterstützt (werdende) Mütter und Väter frühzeitig und vermittelt verschiedene Hilfsangebote. Sie arbeitet dabei mit Familienhebammen sowie Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen zusammen, die in besonderen Lebenssituationen schon ab der Schwangerschaft begleitend zur Seite stehen können. Die Koordinationsstelle Frühe Familienhilfen ist telefonisch erreichbar unter 07131 994-7030 oder per Mail an Fruehe.Familienhilfen@landratsamt-heilbronn.de.
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Pressemitteilung der Gemeinde Siegelsbach (23.03.2020) (23. März 2020)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Corona-Virus bestimmt derzeit unseren Alltag. Eine solche Situation gab es bisher nicht und stellt uns aktuell als Gesellschaft vor ganz neue Herausforderungen. Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität. Das Land Baden-Württemberg und das Landratsamt Heilbronn haben daher weitere Maßnahmen getroffen, auf die wir an dieser Stelle hinweisen.

Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg wurde nochmals verschärft. So ist z.B. der Vor-Ort-Verzehr in Gaststätten (inkl. Außengastronomie) untersagt und auch Fahrten aus Risikogebieten nach und durch Baden-Württemberg nicht mehr gestattet. Auch wurde der weitere Betrieb von Geschäften wie z.B. bei Frisören untersagt. Darüber hinaus ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur alleine oder mit einer weiteren Person gestattet.

Aufgrund der hohen Zahl an infizierten Personen muss das bisherige Vorgehen zur Eindämmung des Virus geändert werden. Das Landratsamt Heilbronn hat daher eine weitere Allgemeinverfügung zur häuslichen Absonderung erlassen. Das Gesundheitsamt ist jetzt auf eine größere Mitwirkung der betroffenen Personen angewiesen. Das Gesundheitsamt wird Infizierte künftig nicht mehr einzeln über ihre Pflichten informieren und auch nicht mehr deren Kontaktpersonen ermitteln. Die infizierten Personen sind nun verpflichtet, selbst eine Liste über ihre Kontaktpersonen zu erstellen und diese an das Gesundheitsamt sowie an das örtliche Bürgermeisteramt zu übermitteln. Außerdem müssen die Infizierten ihre Kontaktpersonen selbst benachrichtigen. Die betroffenen Personen sollten die Allgemeinverfügung genau lesen und sich über ihre Pflichten informieren.

Alle Unterlagen haben wir für Sie auf unserer Homepage bereitgestellt. Bitte machen Sie sich ein genaues Bild, ob evtl. auch Sie, privat oder beruflich, von diesen Regelungen betroffen sein könnten. Bei Bedarf dürfen Sie sich auch gerne mit uns, telefonisch oder per E-Mail, in Verbindung setzen.

Mein Aufruf an alle:
Bitte halten Sie sich konsequent an die Regelungen der CoronaVO und er Allgemeinverfügungen. Nur so wird es möglich sein, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Corona-Virus zu verlangsamen. Meiden Sie bitte weitestgehend soziale Kontakte.

Die Gemeindeverwaltung und auch die Polizei werden die Einhaltung der Regelungen kontrollieren und im Bedarfsfall durchsetzen.

Schon heute ein herzliches Dankeschön für Ihr Verständnis, Ihr Engagement und Ihre Flexibilität in den nächsten Wochen.

Bitte bleiben Sie gesund.

Herzliche Grüße

Ihr
Tobias Haucap
Bürgermeister

Pressemitteilung der Gemeinde Siegelsbach (21.03.2020) (21. März 2020)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Corona-Virus bestimmt derzeit unseren Alltag. Eine solche Situation gab es bisher nicht und stellt uns aktuell als Gesellschaft vor ganz neue Herausforderungen. Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität. Das Land Baden-Württemberg und das Landratsamt Heilbronn haben daher weitere Maßnahmen getroffen, auf die wir an dieser Stelle hinweisen.

Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg wurde nochmals verschärft. So ist z.B. seit dem 21.03. der Vor-Ort-Verzehr in Gaststätten (inkl. Außengastronomie) untersagt und auch Fahrten aus Risikogebieten nach und durch Baden-Württemberg nicht mehr gestattet. Auch wurde der weitere Betrieb von Geschäften wie z.B. bei Frisören untersagt. Darüber hinaus sind Zusammenkünfte und Ansammlungen auf öffentlichen Plätzen verboten (Gruppenbildung von mehr als 3 Personen) verboten.

Das Landratsamt Heilbronn hat mit der Allgemeinverfügung zur häuslichen Absonderung eine weitere Allgemeinverfügung erlassen. Aufgrund der hohen Zahl an infizierten Personen muss das bisherige Vorgehen zur Eindämmung des Virus geändert werden. Das Gesundheitsamt ist jetzt auf eine größere Mitwirkung der betroffenen Personen angewiesen. Es hat deshalb deren Pflichten in einer Allgemeinverfügung geregelt. Das Gesundheitsamt wird Infizierte künftig nicht mehr einzeln über ihre Pflichten informieren und auch nicht mehr deren Kontaktpersonen ermitteln. Die infizierten Personen sind nun verpflichtet, selbst eine Liste über ihre Kontaktpersonen zu erstellen und diese an das Gesundheitsamt sowie an das örtliche Bürgermeisteramt zu übermitteln. Außerdem müssen die Infizierten ihre Kontaktpersonen selbst benachrichtigen. Die betroffenen Personen sollten die Allgemeinverfügung genau lesen und sich über ihre Pflichten informieren.

Alle Unterlagen haben wir für Sie auf unserer Homepage bereitgestellt. Bitte machen Sie sich ein genaues Bild, ob evtl. auch Sie, privat oder beruflich, von diesen Regelungen betroffen sein könnten.

Mein Aufruf an alle:
Bitte halten Sie sich konsequent an die Regelungen der CoronaVO und er Allgemeinverfügungen. Nur so wird es möglich sein, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Corona-Virus zu verlangsamen. Meiden Sie bitte weitestgehend soziale Kontakte.

Die Gemeindeverwaltung und auch die Polizei werden die Einhaltung der Regelungen kontrollieren und im Bedarfsfall durchsetzen.

Schon heute ein herzliches Dankeschön im Voraus für Ihr Verständnis, Ihr Engagement und Ihre Flexibilität in den nächsten Wochen.

Bitte bleiben Sie gesund.

Herzlichen Grüße

Ihr
Tobias Haucap
Bürgermeister

Allgemeinverfügung des Landratsamts Heilbronn zur häuslichen Absonderung (21. März 2020)

Das Landratsamt Heilbronn hat mit der Allgemeinverfügung des Landratsamts Heilbronn zur häuslichen Absonderung eine weitere Allgemeinverfügung erlassen. Diese hat u. a. folgende Ziele:

Infizierte und Kontaktpersonen sollen unabhängig von einer Kontaktaufnahme durch das Landratsamt oder die Ortspolizeibehörde an Informationen kommen, wie sie sich verhalten sollen.

Im Falle einer Kontaktaufnahme mit Infizierten oder Kontaktpersonen können diese durch entsprechenden Hinweis auf die Allgemeinverfügung niederschwellig über die zu beachtenden Pflichten und Restriktionen
informiert werden, ohne dass es individueller Anordnungen bedürfte.

Durch die mittlerweile hohe Zahl an Infizierten und Kontaktpersonen ist es schwierig geworden, die Ermittlung und Information insbesondere der Kontaktpersonen zeitnah umzusetzen. Indem man die Infizierten in
diese Aufgabe aktiv einbezieht, kann nach unserer Einschätzung in vielen Fällen eine deutliche Beschleunigung der Information der Betroffenen und auch eine Entlastung des Gesundheitsamts erreicht werden.

Sollten Infizierte nicht in der Lage sein, sich selbst um die Kontaktpersonen zu kümmern, so wird das Gesundheitsamt dies selbstverständlich weiter übernehmen. Dies gilt auch für komplexe Fallkonstellationen,
z. B. wenn eine medizinische Einrichtung betroffen sein sollte. Da das Gesundheitsamt in den Fällen, in denen die Infizierten selbstständig tätig sind, eine Entlastung erfährt, kann es sich Menschen mit
Unterstützungsbedarf und den schwierigen Fällen besser widmen.

Das Gesundheitsamt wird überwachen, ob die selbständige Ermittlung und Information der Kontaktpersonen durch die Infizierten im gebotenen Umfang erfolgt; ggf. wird nachgesteuert.
 
Wir bitten um Beachtung!

Coronavirus: weitere Allgemeinverfügung - Bitte klicken Sie hier (13 KB).

Allgemeinverfügung häusliche Absonderung - Bitte klicken Sie hier (279 KB).

Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung vom 20.03.2020 (21. März 2020)

Wie bereits angekündigt hat die Landesregierung die Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO) durch die Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung geändert. Die Änderungsverordnung wurde notverkündet und tritt am 21.03.2020 in Kraft.

CoronaVO vom 20.03.2020 - Bitte klicken Sie hier (93 KB):

Aktuelle mehrsprachige Informationen zum Coronavirus der Bundesregierung (20. März 2020)


WEBSITE
Auf der Website der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration finden Sie gesammelte Hinweise aus der Bundesregierung in verschiedenen Sprachen. Hier finden Sie – sobald sie online sind – auch Übersetzungen der für heute Abend angekündigten Fernsehansprache der Bundeskanzlerin. Wir aktualisieren und ergänzen die Informationen fortlaufend auch über Gesundheitsfragen hinausgehend. Aktuell werden mehrsprachige Informationen zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen und wirtschaftlichen Sofortmaßnahmen vorbereitet. Zur Website www.integrationsbeauftragte.de/corona-virus

SOCIAL MEDIA
Wir freuen uns, wenn Sie unsere Tweets und Instagram-Post mit Verlinkung zu mehrsprachigen Informationen über Ihre Social-Media-Auftritte weitertragen und teilen:
Twitter: https://twitter.com/IntegrationBund/status/1239595687907594249
Instagram: https://www.instagram.com/p/B9zdqEcKUvW/

UMGANG MIT FAKE NEWS
Leider kommt es in diesen Tagen vermehrt auch zu Fake News im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bitte weisen Sie uns auf solche falschen Quellen hin und unterstützen Sie uns durch die Weiterleitung der geprüften und offiziellen Informationen dabei, der Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich entgegenzuwirken und richtig zu informieren.

MELDUNG WEITEREN INFORMATIONSBEDARFS
Gerne nehmen wir Ihre Hinweise zu weiterem Informationsbedarf bezüglich des Themas Corona auf. Bitte senden Sie uns Ihre Anregungen an folgende Email-Adresse: integrationsbeauftragte@bk.bund.de

Verordnung des Sozialministeriums zur Einschränkung des Betriebs von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und anderen Angeboten zur Eindämmung der Infektionen mit Sars-CoV-2 (Corona-Verordnung WfMB – CoronaVO WfMB) (19. März 2020)

Bitte klicken Sie hier (211 KB).

Verordnung des Sozialministeriums zur Untersagung des Betriebs von Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege nach § 71 SGB XI zum Schutz vor Infektionen mit Sars-CoV-2 (Corona-Verordnung § 71 SGB XI – CoronaVO § 71 SGB XI) (19. März 2020)

Bitte klicken Sie hier (205 KB).

Das Landratsamt informiert - Coronavirus: (19. März 2020)

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten im Landkreis Heilbronn steigt immer rasanter an. Von Dienstag auf Mittwoch wurden weitere 38 positive Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl erhöht sich dadurch auf 113. Mit noch größeren Zuwachsraten ist in den nächsten Tagen zu rechnen. Aufgrund dieser Zunahme an Fällen ist es künftig nicht mehr möglich, dass das Gesundheitsamt des Landratsamtes Heilbronn in allen Fällen die jeweiligen Kontaktpersonen ermittelt und informiert. Das Landratsamt arbeitet aus diesem Grund derzeit daran, so schnell wie möglich eine Allgemeinverfügung zu erlassen, die Infizierte dazu verpflichtet, selbst eine Liste ihrer Kontaktpersonen zu erstellen und diese über die einzuhaltende Quarantäne von 14 Tagen zu informieren. Die Allgemeinverfügung gilt automatisch für alle Menschen im Landkreis Heilbronn. Die Betroffenen erhalten künftig keine schriftlichen Bescheide mehr, sind aber trotzdem zur Einhaltung der Quarantänevorschriften verpflichtet. Da die schnelle Ausbreitung des Virus mit den bisherigen Mitteln nicht mehr ausreichend verhindert werden kann, ist es unverzichtbar, das jeder Einzelne sich seiner Verantwortung bewusst wird und mit seinem Handeln dazu beiträgt, die Verbreitung zu minimieren. Das Gesundheitsamt fordert insbesondere dazu auf, alle sozialen Kontakte auf das absolute Minimum zu beschränken, Ansammlungen von Menschen strikt zu vermeiden und selbst absolut notwendige Treffen so kurz wie möglich zu halten. Entscheidend für die Verlangsamung der Ausbreitung ist auch, dass das Virus nicht über die Arbeitswelt verbreitet wird. Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden aufgefordert sicherzustellen, dass Personen, die Krankheitssymptome einer Erkältung aufweisen, nicht zur Arbeit erscheinen und so lange in häuslicher Absonderung bleiben, bis sie 48 Stunden symptomfrei sind. Die aktive Mitwirkung aller ist auch von elementarer Bedeutung für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens. Wenn die Ausbreitung des Virus nicht verlangsamt werden kann, wird auch bei uns die Situation eintreten, die bereits in anderen Ländern Wirklichkeit geworden ist. Es werden nicht mehr alle Menschen mit Infektionen in geeigneter Form behandelt werden können. In Folge dessen kann es zu Todesfällen kommen, die unter anderen Umständen hätten verhindert werden können. Die behördlichen Verbote müssen deshalb unbedingt eingehalten werden, gerade auch von Menschen, die keiner Risikogruppe angehören. Sie sind die entscheidenden Überträger. Außerdem hat sich inzwischen gezeigt, dass das Virus auch bei Personen, die keiner Risikogruppe angehören, zu schweren Erkrankungen führen kann. Alle Maßnahmen, die von Behörden erlassen werden, können nur schützen, wenn sie von der gesamten Bevölkerung ernst genommen und umgesetzt werden. Landratsamt Heilbronn
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